Steigende Baufertigstellungen – Neubau dämpft Mietwachstum

In seiner neuesten Pressemitteilung vom 15.07.2013 erklärt der Immobilienverband IVD, dass bereits jetzt zu erkennen ist, dass durch verstärkte Neubauaktivitäten eine Enstpannung auf dem Mietwohnungsmarkt zu erkennnen ist.

Berlin wird als positives Beispiel hervorgehoben. Hier sind in 2012 4.426 Wohnungen fertiggestellt worden, dass sind 1.000 Einheiten mehr als 2011. Laut  IVD-Marktmietspiegel sind in Berlin die Mieten in Standardlagen in den vergangenen zwölf Monaten von 6,70 €/m² auf 6,90 €/m ² gestiegen, ein Zuwachs von ca. 3%, in Vorzugslagen betrug der Anstieg nur 2,4 %, während im Vorjahreszeitraum ein Anstieg von durchschnittlich 8% zu verzeichnen war!

Dies bestätigt, dass auch der Wohnungsmarkt von Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Je höher das Angebot, desto niedriger die Mieten. Staatliche Regularien durch Mietpreisobergrenzen o. Ä. bringen hier gar nichts, sie verunsichern Investoren und bewirken eher das Gegenteil !
Mit welchen Folgen das ausgeht, konnten wir in der „DDR“ bestaunen. Auch hier herrschte eine Wohnungsknappheit, die künstlich verschleiert wurde ! Wie lange dauert es, bis eine junge Familie in ihre eigenen „Vier-Wände“ ziehen konnte? Und mit der maroden Bausubstanz haben wir doch zum Teil heute noch zu kämpfen!

Also ein Auffruf an alle Politiker: Finger weg von Mietobergrenzen. Macht Euch mal Gedanken, wie der Neubau gefördert werden kann. Außerdem muss die Bildung von privatem Wohneigentum in den Vordergrund gerückt werden, auch im Bestandswohnungsbau!
Wir müssen auf Dauer auch die Eigentumsquote in Deutschland erhöhen um wirksam Mietsteigerungen entgegen zu wirken. Dabei sollte der Kauf und Verkauf von eigengenutzen Immobilien grundsätzlich grunderwerbsteuerfrei sein, damit Wohnungen und Einfamilienhäuser nicht zum „Klotz am Bein“ werden, wenn ein beruflicher Standortwechsel ansteht. Wohneigentum muss zur „Handelsware“ werden, denn auch hier gilt: Angebot und Nachfrage regelt den Markt.

Dirk Fiedler

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