IVD rät: Das Haus für die kalte Jahreszeit fit machen

Berlin, 17. September 2014. – Die Tage werden kürzer und die fallenden Temperaturen kündigen die kühle Jahreszeit an. Zeit das Haus wetter- und regenfest zu machen, rät der Immobilienverband IVD. Außerdem müssen Eigentümer dafür Sorge tragen, dass Laub auf den Gehwegen vor und auf dem Grundstück nicht zur Gefahr für Fußgänger wird. „Bei allgemein zugänglichen Bereichen wie Ein-gängen oder Treppenhäusern gilt die Verkehrssicherungspflicht des Eigentümers“, sagt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident und Pressesprecher des Immobilienverbands IVD. Gerade wenn es regnet, könne nasses Laub die Sturzgefahr erhöhen. „Kommt der Eigentümer der Verkehrssicherungspflicht nicht nach und ist ein Unfall die Folge, haftet er für den Schaden.“ Immobilieneigentümer sind deshalb fast immer verpflichtet, Gehwege regelmäßig von herabgefallenen Blättern zu befreien. Denn meistens haben die Gemeinden diese Aufgabe an die Hauseigentümer übertragen. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft kümmert sich in der Regel der Verwalter darum, dass das Laub regelmäßig beseitigt wird. Manche Hausordnungen sehen aber ausdrücklich eine aktive Mitarbeit der Eigentümer und Mieter vor.

Heizung warten lassen

Im Herbst beginnt auch die Heizperiode. Bevor jedoch die Heizanlage wieder in Betrieb genommen wird, sollte sie noch einmal überprüft werden. „Vor allem sollten alle Heizkörper im Haus entlüftet werden“, sagt Schick. „Das spart Energie und damit Geld.“ Nach dem Entlüften muss eventuell Wasser nachgefüllt werden, damit der richtige Druck entsteht, um alle Heizkörper optimal versorgen zu können. Die Reinigung des Heizkessels und die optimale Einstellung des Brenners sollte allerdings einem Fachmann überlassen werden.

Wahre „Energiefresser“ sind undichte Türen und Fenster sowie Fugen zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk. Durch einen solchen Spalt können Kälte und Feuchtigkeit hereinziehen und Schimmel verursachen. Schließen Fenster nicht richtig, kann die warme Heizungsluft leichter entweichen und kalte Außenluft eindringen. Das Gleiche gilt für Türen, die einen deutlichen Spalt zum Boden aufweisen. „Hauseigentümer können hier leicht Abhilfe schaffen, beispielsweise durch Abdichtungsleisten mit kleinen Bürsten oder einfache Türvorleger“, sagt Schick. Bei undichten Fenstern reicht es manchmal bereits aus, die porös gewordene Gummilippe zu ersetzen.“.

Dächer und Regenrinnen auf undichte Stellen prüfen

Auch das Dach und Regenrinnen sollten zu Beginn der kalten Jahreszeit eingehend geprüft werden. Beispielsweise müssen die Regenrinnen komplett von Laub befreit sein, bevor die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken. Denn wenn das Laub in der Regenrinne gefriert, kann die Rinne platzen. Hinzu kommt, dass das Regen- und Schmelzwasser nicht abfließt, wenn die Rinne mit Blättern verstopft ist. Durch Löcher in der Regenrinne kann Wasser permanent an eine Stelle der Fassade tropfen und so die Bausubstanz zerstören. „In der Folge wird die Dämmwirkung beeinträchtigt, Feuchtigkeit kann in die Konstruktion gelangen und zur Schimmelbildung führen“, erklärt Schick. Deshalb sollten Hauseigentümer zu Beginn der regnerischen Jahreszeit das gesamte Entwässerungssystem rund ums Haus kontrollieren und reinigen.

Außerdem sollte das Dach auf seine Sturmfestigkeit überprüft werden. „Manche Ziegel sitzen nicht mehr fest und könnten bei Stürmen herunterfallen“, warnt Schick. Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft mögliche Wasserschäden. „Oft machen schon kleinste Risse das Dach auf Dauer undicht. Das könnte zu Feuchtigkeitsschäden und zu Schimmelbildung im Haus führen.“ Zu guter Letzt sollten die Außenwände überprüft werden. Sind Risse oder Putzschäden vorhanden, durch die der Regen in die Bausubstanz dringen kann, sollten diese Schadstellen möglichst schnell professionell repariert werden.

IVD Bundesverband

Jürgen Michael Schick

Vizepräsident und Bundespressesprecher

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